Neuer Artikel: FST-7 - 7 Sätze zum Muskelwachstum

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Es gibt wohl kaum eine Sportart, in der Athleten von niedrigster bis höchster Leistungsebene so verbissen nach dem richtigen Trainingssystem suchen, wie im Bodybuilding. Letztlich ist das Ergebnis dieser Suche profan – es gibt kein perfektes System. Jeder Mensch ist verschieden und was bei Athlet A super funktioniert, muss bei Athlet B nicht unbedingt genauso gute Erfolge bringen.

Dennoch gibt es von Zeit zu Zeit interessante Ideen, die in besondere Trainingssysteme münden und eine genauere Betrachtungsweise wert sind. Beispielhaft seien hier nur Heavy Duty (HD), Doggcrapp (DC), HST oder auch PITT, ein besonders in Deutschland mittlerweile rechte populäres System, genannt, die jeweils radikal andere Ansätze als der übliche Trainings-Mainstream propagieren. Ein ähnlich interessantes und aktuell besonders in den USA beliebtes System stellt FST-7 dar, nach dem nicht wenige erfolgreiche Profis bis hin zu den Mr. Olympia-Gewinnern Jay Cutler und Phil Heath, aber auch zwischenzeitlich viele deutsche Wettkampfathleten trainieren. Ein Grund, es einmal unseren Lesern vorzustellen.

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Märchen Verletzungsrisiko

Wer kennt sie nicht, die Ärzte und Experten im Bekanntenkreis, die einem immer einreden wollen, wie gefährlich das Training mit Gewichten ist. Redet man von tiefen Kniebeugen, so kriegt man als erstes gesagt, daß man seine Knie und den Rücken kaputt macht, von den Sprüchen beim Kreuzheben möchte ich gar nicht erst anfangen (wenn sie es denn überhaupt kennen). In den Augen vieler ist Bodybuilding immer noch ein Sport, der nicht dazu dient seinen Körper leistungsfähiger und gesünder zu machen, sondern der suspekt und gesundheitsgefährdend ist. Dicke Muskeln sind einfach krank...

Interessanterweise kommen solche Aussagen aber nicht, wenn man sagt, daß man Sportarten wie Fußball oder Handball ausübt. Das ist umso lustiger, da diese Sportarten zu denen mit den höchsten Verletzungsrisiken überhaupt gehören. Untenstehende Statistik zeigt einmal die Quoten zu einigen Sportarten:

SportartUnfallquote %
Fußball 3,93
Basketball3,23
Handball2,76
Hockey,Eishockey2,71
Judo, Karate2,30
Volleyball1,85
Boxen1,75
Kraftsport1,56
Radsport1,28
Badminton1,09

Aussagen über die Gefährlichkeit einer Sportart erlaubt die Statistik der Verletzungszahlen allerdings nicht. Bezieht man die Daten über die Dauer der ärztlichen Behandlung und verbleibende Invalidität als Parameter für die Gefährlichkeit einer Sportart heran, so zeigt sich, daß nicht etwa die sonst an der Spitze liegenden Sportarten wie Fußball, Basketball, Handball und Hockey, sondern vielmehr Reiten und der Skisport mit weitem Abstand die Tabelle anführen. Aber auch bei solchen, erweiterten Statistiken ist Kraftsport eher im unteren Bereich angesiedelt. Spektakuläre Muskel(an)risse sind doch eher selten und im Breitensport Fitness eigentlich im Promillebereich angesiedelt.

Dennoch zeigt die Statistik, daß es beim Kraftsport unwahrscheinlicher ist sich zu verletzen als bei den Breitensportarten. Nur sind diese eben gesellschaftlich akzeptiert. Einen passenden Fall dazu habe ich im Moment im Bekanntenkreis. Der Gute hat sich vor einigen Monaten beim Fußballspielen am Knie verletzt, wurde operiert und durfte eine ganze Zeit nur mit Krücken rumlaufen. Mittlerweile war das Knie wieder fit und er konnte sogar schwere, tiefe Kniebeugen über 100kg für Sätze durchführen, was bei seinem Trainingsstand, Gewicht und Alter eine beachtliche Leistung ist. Tja, und was passiert? Er spielt einmal wieder Fußball und ist prompt erneut am Knie verletzt.

Eine kleine Anekdote noch am Rande. Vor Jahren las ich einmal eine Statistik der Sportarten mit den meisten Todesfällen. An Platz eins stand damals Kegeln.

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